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.Die Akkretionsscheibe würde sich nach Abschluss der Aktion verkleinern, indem sie in der Plasmakugel aufging, die sich aufgrund der Eigengravitation kontinuierlich verdichtete.Die Trivid-Sender blendeten immer neue Informationen ein.Irgendwann folgte die Meldung, dass die Mindestmasse für einen Braunen Zwergstern erreicht war.Alaska Saedelaere blickte auf den Chronometer.Es war 14:28 am 26.März 1463 NGZ, Standardzeit – und im Akon-System ging eine neue Sonne auf.Noch fehlte ihr die Masse, um in ihrem Innern das Wasserstoffbrennen in Gang zu setzen.Dazu musste sie die zwanzigfache Größe erreichen.Aber das war nur eine Frage der Zeit.Alaska saugte jeden Moment der Sterngeburt in sich auf.Er war froh, dass er Tekeners Drängen nachgegeben und die Reise ins Akon-System mitgemacht hatte.*»Akonen, Galaktiker, Freunde«, sagte Ma’tam Narvan tan Ra-Osar.»Vieles ist innerhalb von kurzer Zeit geschehen, aber das Wichtigste ist, dass im Akon-System seit heute eine neue Sonne strahlt!« Er lächelte.»Sie war geplant als Erinnerung an Drorah und als Gruß an die Völker der Milchstraße.Tatsächlich steht aber ihre Entstehung für viel mehr: dafür, dass wir Akonen und alle Mitglieder des Galaktikums in vorbildlicher und erfolgreicher Art und Weise zusammenarbeiten können – wenn sie dies wollen.«Die Kamera wich von tan Ra-Osar zurück, ließ den Ma’tam an den Rand des Bildes wandern, das nun von einer langsam rotierenden Holo-Projektion des Fanals dominiert wurde.»Beinahe hätten die Verräter am neuen akonischen Gedanken es geschafft, nicht wiedergutzumachendes Unheil über das System, seine Bewohner und alle anderen Akonen zu bringen.Doch im entscheidenden Moment sind wir alle zusammengetreten und haben uns auf die Vision eines vereinten Galaktikums besonnen.und den Schritt getan, sie wahr werden zu lassen.«Langsam fuhr die Kamera zur Seite.Die Projektion der neuen Sonne mit ihrer Akkretionsscheibe schob sich in den Vordergrund.»Es wird noch Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte dauern, bis sich das neue System mit zwei Sonnen und zwölf Planeten endgültig eingependelt hat.Aber sämtliche Simulationen zeigen, dass der wichtigste Teil des Vorhabens, nämlich die Stabilisierung unserer Sonne Akon, gelungen ist.Es mögen noch zahllose Nachjustierungen nötig sein, um alle Planeten in ihren Bahnen zu halten.Aber das Galaktikum hat sich bereit erklärt, uns darin jedwede Unterstützung zukommen zu lassen.«Die Trivid-Kamera holte den stattlichen Mann wieder näher heran.»Deshalb können Worte meine Dankbarkeit, die ich euch und ganz besonders dem Vorsitzenden des Galaktikums Bostich I.gegenüber empfinde, nur unzulänglich ausdrücken.Ich bin tief bewegt und überzeugt, dass wir nun den entscheidenden Schritt über den Graben getan haben, um alte Feindschaften zu begraben und Konflikte dort belassen, wo sie ihren Lauf genommen haben: in der Vergangenheit.Dafür danke ich allen.«Der Ma’tam verblasste, während das golden strahlende Fanal größer wurde, bis es den gesamten Holoschirm einnahm.*Bevor die LEIF ERIKSSON IV aufbrach, um zurück nach Terra zu fliegen, wechselte Ronald Tekener per Transmitter auf das Ultraschlachtschiff der JUPITER-Klasse.Er traf Alaska Saedelaere in seiner Kabine.»Na, Alaska«, sagte er anstelle einer Begrüßung, »ich nehme an, die Sternengeburt hat dir gefallen.«Der Maskenträger nickte und trat zur Seite, damit Tekener eintreten konnte.»Nicht nur die.Schlussendlich haben sich die meisten Dinge zum Guten gewendet.Die Akonen haben ihren traditionellen Stolz behalten, obwohl sie sich offen an das Galaktikum gewandt und um Hilfe gebeten haben.«»Und das Galaktikum hat die ausgestreckte Hand ergriffen«, bestätigte Tekener.»Allen voran Bostich.Das dürfte gerade bei seinen Arkoniden ein starkes Signal gewesen sein, die jahrtausendealte Fehde mit ihren Stammvätern zu vergessen.«»Stark genug, um die Vernichtung von Arkon III endlich ad acta zu legen?«Tekener machte eine abwägende Handbewegung.»Wir kennen den Stolz der Arkoniden – aber wir haben in den letzten zwei Tagen den Beweis erhalten, wie es ein anderes stolzes Volk geschafft hat, über seinen Schatten zu springen.«Saedelaere blickte zu dem Holoschirm, auf dem das Akon-Fanal flammte.»Ich frage mich, ob die Akonen nun wieder vermehrt in das System zurückkehren werden.«Tekener zuckte mit den Schultern.»Als ich mich von tan Vitar verabschiedet habe, hat er mir gegenüber erwähnt, dass viele Akonen das Fanal tatsächlich als Trost für den Verlust der Heimatwelt sehen.Es kann also gut sein, dass sie mit dem Ort ihrer Niederlage Frieden schließen können, jetzt oder in naher Zukunft.Schließlich haben sie mit der vierten und fünften Welt – Cresah und Na-Thir – zwei Planeten, die nur etwas Ökoformung benötigten, um sie bewohnbar zu machen.Aber das ist eine Entscheidung, die jeder Akone für sich alleine treffen muss.«Saedelaere sah den Pockennarbigen an.»Du erscheinst mir.irgendwie anders, Tek.«Ronald Tekener schwieg sekundenlang.»Das ist eine.unerwartete Aussage, Alaska«, sagte er dann.»Ich kann.ich kann dir darauf keine Antwort geben.«Saedelaere trat einen Schritt auf Tekener zu.»Täusche ich mich«, sagte er, »oder liegt ein Hauch von Menschlichkeit auf deinen Zügen, Smiler?«Tekener legte den Kopf ein wenig zur Seite.»Täusche ich mich, oder lächelst du gerade hinter deiner Maske?«, fragte er blechern.*Persönliche Aufzeichnungen Ronald Tekener: Saedelaere hatte mich mit seiner Feststellung auf dem falschen Fuß erwischt.Die Geschichte, die mir schon seit Tagen auf dem Magen gelegen hatte, war durch den Tod von Simul tan Harol nicht einfach so aus der Welt verschwunden.Im Gegenteil.Und genau dieser menschliche Eiszapfen Saedelaere hatte mir mit seinen holprigen Worten einen Spiegel vor die Augen gehalten.Mit einem Händedruck und hastig gemurmelten Worten war ich ihm entkommen, diesem prüfenden Blick zwischen den Schlitzen einer billigen Plastikmaske hindurch.Auf dem schnellsten Weg war ich auf die PETRALONA zurückgekehrt, hatte die letzten notwendigen Gespräche mit Bull, Monkey und Bostich geführt, bevor ich mich in meine Kabine zurückgezogen und dem Servo verboten hatte, irgendwelche Anfragen zu mir durchzustellen.Dann hatte ich mich mehrere Stunden an meinen Trainingsgeräten abgemüht, bis ich nicht mehr konnte.Ich ließ die Langhantel sinken, legte sie zurück in die Halterung und starrte an die Decke meiner Kabine.Der 26.März 1463 würde nicht nur als der Tag in die Geschichtsbücher eingehen, an dem eine neue Sonne aufgegangen war, sondern auch als Tag der Vergebung.Die Akonen verabschiedeten sich damit definitiv von ihrer schon fast sprichwörtlichen Isolation und taten einen großen Schritt auf die galaktische Völkergemeinschaft zu.Die Arkoniden zeigten, dass sie die Vernichtung von Arkon III, bei der die Akonen im Hintergrund die Fäden gezogen hatten, ein für alle Mal in sich ruhen ließen.Der niemals beendete Krieg zwischen den Kolonisten und ihren Stammvätern hatte tatsächlich ein Ende gefunden.Und auch die Terraner standen ihrem alten Feind hilfreich zur Seite.Aus einer Bemerkung Bullys schloss ich, dass ihn die positive Veränderung der Akonen mehr als nur nachdenklich stimmte.Der verheimlichte Polyport-Hof und die Schlacht um das Distribut-Depot ITHAFOR, die für die Milchstraße böse ins Auge hätte gehen können – was waren das anderes als arrogante Alleingänge und heimlich angesetzte Süppchen, wie wir sie immer den Akonen vorgehalten hatten? Terra würde sich darum bemühen müssen, nicht plötzlich wie das alte Akon angesehen zu werden [ Pobierz całość w formacie PDF ]