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.Alec war von diesem Spiel, das sie mit Black Sand spielte, gänzlich gefesselt.Die ganze Zeit tat sie, als ob es ja nicht ernst, nicht gefährlich wäre.Sie schien von Liebe und Vertrauen zu ihrem Pferd erfüllt — Vertrauen, daß es ihr nichts antun würde.Wie verzaubert stand Alec da und sah und hörte ihr gebannt zu.Er merkte nicht, daß ihre Hand frei war, bis sie sie hob und den Kopf des Hengstes rieb.Sie streichelte ihn sanft, noch immer zu ihm sprechend, während Alec schweigend wartete.Endlich trat sie zurück und sagte: »Machen wir uns wieder an die Arbeit! Sie sagten, sie würden mit mir reiten.«»Gewiß«, erwiderte Alec.O ja, er wollte mit ihr reiten — jetzt und jederzeit.NEUNTES KAPITELEin neuer LebenssinnAn jenem Abend, als er zum Trainingsstall zurückging, war Alec verwirrt und von gemischten Gefühlen erfüllt.Er hatte die Tageszeit mit Pam beendet und war so frei und glücklich gewesen wie schon lange nicht mehr.Dann hatte er eine Stunde mit seinem Vater in dessen Büro gesessen, ihm erzählt, wie Henry reagiert hatte, als er von Pams Anstellung erfuhr, und ihn um Rat gefragt.Der Rat lautete ganz anders, als er erwartet hatte.Wie Henry war sein Vater der Ansicht, Pam müsse gehen, wenngleich seine Gründe anderer Natur waren und er Pam nicht mit Henrys Feindseligkeit begegnete.Pam mache ihre Sache gut, hatte sein Vater gesagt; an ihrer Arbeit gebe es nichts auszusetzen.Aber es sei einfach fehl am Platze — auch hier auf der Farm ein hübsches Mädchen mit Männern Zusammenarbeiten zu lassen.Sie sei eines jener jungen Mädchen, die, wie es schien, ganz besonders häufig im Frühling auftauchten; allerdings habe man bis jetzt keines von ihnen angestellt.Pam trage auffallende, wildbunte Kleider und stecke Blumen ins Haar, manchmal gehe sie sogar barfuß.Das alles gehöre sich einfach nicht auf einer Pferdefarm, wo ernsthaft gearbeitet werde.Und die fürchterliche, elektrisch verstärkte Musik, die aus ihrer Wohnung komme, zerre ihm an den Nerven.Er habe schon verschiedentlich gelesen, wie sich die Jungen von heute von dieser Musik hinreißen ließen, in Ekstase gerieten und darob beinah den Verstand verlören.Jetzt glaube er das wirklich.Und da sei noch etwas, hatte sein Vater gesagt: Pam rede zuviel.Die Männer hätten ihm gesagt, sie sei nie still.Wenn sie nicht rede, dann singe sie.Nein, sie hätten sich darüber nicht beklagt, gab er zu; einer habe ihm sogar amüsiert erzählt, alles, was sie sage, sei entweder lustig oder schön.Dennoch, es sei nicht in Ordnung, daß sie sich während der Arbeit so benehme.»Und warum nicht?« hatte Alec wissen wollen.Die Arbeit, hatte ihm sein Vater darauf geantwortet, müsse ernster genommen werden.Es sei einfach nicht normal, so sorgenfrei zu sein.Es sei, wie wenn Pam alle Probleme zuunterst in eine Pferdegeschirrtruhe verstaue und sich lachend auf den Deckel setze.Das Gespräch war auch während des Nachtessens fortgesetzt worden, und Alec hatte dabei gesehen, daß die Einstellung seiner Mutter Pam gegenüber genau wie diejenige seines Vaters auf Gefühlen, und nicht auf logischen Überlegungen gründete.Junge Mädchen sollten sich nicht mit den Männern in der Rennwelt messen, fand sie.Das sei zu hart.Pferdeschauen sei für sie viel geeigneter; da würden sie wenigstens wie Damen behandelt.Junge Mädchen sollten zurückhaltender und weiblicher sein.Wer würde sich sonst um Heim und Kinder kümmern?Alec hatte diese Theorien schon von anderen Frauen gehört — solchen, die mit den Konflikten nichts zu tun haben wollten, die eine Herausforderung der »Vorherrschaft des Mannes« mit sich brachte, und die einen männerfeindlichen Anstrich um alles vermeiden wollten.Und nun mußte er mit Entsetzen feststellen, daß seine Mutter eine von ihnen war.Seine Eltern hatten von Pam gesprochen, als sei sie gar kein wirklicher Mensch, sondern bloß eine Angehörige der heutigen Jugend, die sie auf Grund von Fernsehsendungen und Zeitungsartikeln als sehr verantwortungslos abtaten.Es waren liebe und großartige Eltern, doch Alec war es klar, daß ihre Äußerungen die Gefühle zwischen den Generationen vergifteten.Im übrigen verletzte es ihn, daß sie ihn überhaupt nicht als zur heutigen Jugend gehörend zu betrachten schienen.All das war so schwer zu verstehen.Er kannte seine Eltern von der fairen, toleranten Seite.Sie hatten ihn seinen eigenen Weg gehen lassen und ihm so viel Freiheit gewährt, als sich ein Sohn nur wünschen konnte Wie hätte er sonst sein Leben mit Blitz aufgebaut?Was war denn bloß mit ihnen los?Und was mit Henry?Alec betrat den Stall.Er fragte sich, ob sich seine Eltern und Henry in Wahrheit nicht vielleicht weniger ärgerten als vielmehr fürchteten — vor dem, was Pam verkörperte: eine Lebensfreude, die nicht bei den materiellen Gütern, bei den Dingen, für die sie so hart gearbeitet hatten, haltmachte.Ob es sich nun gehörte oder nicht, Pam warf Fragen auf, die sie alle — auch er selbst — nicht hören mochten, weil sie damit an ihren Zielen, ihren Idealen und an ihrem Gewissen rüttelte.Alec ging zu ihrer Wohnung, fand aber alles im Dunkeln.Schnell stieg er die Treppe wieder hinab und entfernte sich vom Stall.Er wußte, daß Pam in der Nähe sein mußte, denn ihr Wagen stand noch da.Die Nacht war hereingebrochen, und Alec wartete, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, ehe er über den Zaun stieg und sich in die Weiden schlug.Es stand kein Mond am Himmel; nur die Sterne erhellten die Nacht [ Pobierz całość w formacie PDF ]